Dienstag, März 16

ein Monat Gent






Seid meiner Ankunft in Gent ist am Samstag ein Monat vergangen.

Das ist ein Fünftel meiner Erasmus-Zeit, die schon vorbei ist und jetzt verstehe ich alle, die mir immer sagten, dass ein Semester viel zu schnell vergeht.

Obwohl ich am Anfang gleich das Gefühl hatte, schon gut eingelebt zu sein, kommt es mir jetzt so vor, als hätte ich die letzten vier Wochen nur mit "Ankunft" verbracht. Erst jetzt fällt mir auf, dass der Alltag noch immer nicht begonnen hat, weil trotzdem jeden Tag etwas Neues passiert und ich noch viele Sachen erkunden kann. Vielleicht kehrt in einem Auslandssemester auch nie Alltag ein???

was ich mag
* mit dem Radl zur Uni fahren
* Tomatensoep mit balletjes - mein Lieblingsessen hier und eine super Alternative zu Pommes..
* dass ich schon durch Zufall Leute auf der Straße treffe, die ich kenne - wie in Salzburg, schon schön, dass Gent so klein ist.
* gemütliche Abende in einem Lokal und reden mit den Menschen von hier oder allen anderen Nationalitäten, die mir so über den Weg laufen
* dass ich die alltäglichen Einkäufe auf Niederländisch erledigen kann
* dass es in meinem Zimmer momentan voll nach Frühling riecht, weil ich das Fenster offen habe, und der Wind den Duft von draußen reinbläst.
* dass ich gestern zu einem gemütlichen Abend in der Wohnung einer belgischen Studienfreundin eingeladen war und ich den Weg auch super gefunden habe.
* dass ich hier am Nachmittag immer frei habe, weil ich so bald Uni habe.
* dass ich heute Abend zu einer Lesung gehe, und morgen auf ein Afrika-Benefiz und übermorgen auf ein Konzert
* dass ich mir hier Zeit zum Lesen nehme


was ich nicht mag
* dass ich noch immer auf mein learning agreement warte
* Schokoladebier
* dass die Unterrichtseinheiten hier so lange dauern und ich mich nie 3 Stunden lang konzentrieren kann
* die blöde Kirmes am St. Pietersplein
* dass ich meine Uniarbeiten vor mir herschiebe
* dass ich immer meinen Photoapperat vergesse, wenn ich schöne Sachen mache oder nette Leute treffe





Donnerstag, Februar 25

stadtphotos









diet is een sleutel!!
mein erster niederländisch-kurs-satz - sehr praktisch!

was ich diese woche cooles gemacht habe:
* das museum für schone kunsten mit madlen und mona besucht
* festgestellt, dass man nach 2 belgischen bieren betrunken sein kann
* eine einladung zum pokerabend bekommen
* mit evelien einen kilometer geschwommen* maarten aus salzburg ganz zufällig auf der straße getroffen
* mich mit einer netten oma aus gent unterhalten (sie niederländisch, ich deutsch)
* die ersten pommes gegessen und festgestellt, dass man bei stefan nie eine große portion bestellen darf
* eine 4-stündige seminar-sitzung über nietzsche überstanden
* mit martin und madlen eine suppe gegessen, nach der man so voll ist, dass man nachher aus dem lokal rollen muss

Montag, Februar 22

kot











photos von meinem haus.

vllt schaffe ich es diese woche auch meine mitbewohner vor die kamera zu bringen und endlich den apperat einmal nicht zu hause zu vergessen, wenn ich in die stadt fahre :D


Sonntag, Februar 21

bruegel-tour















een voettocht maken auf den spuren von bruegel, sint-anne-pede in der nähe von brüssel und umgebung am samstag, 20.2.2010

Freitag, Februar 19

Steppenwolf beim steinesammeln

auffällige verallgemeinerungen:

* die belgierinnen sind unheimlich stylisch

* von meinem zimmer aus höre ich abends die möwen

* belgier haben irgendwie alle lockerl

* beim radlfahrn muss man besonders freitags aufpassen, nicht dauern durch glassplitter zu fahren, weil donnerstag der mega-fortgehtag ist

* am vormittag glaubst du, der himmel fällt dir auf den kopf, aber am abend kommt die sonne raus

* ich wohne neben einem alten friedhof

heute nachmittag bin ich alleine durch die stadt spaziert und bin mir dabei vorgekommen wie der steppenwolf. aber alleinsein hat unglaublich gut getan, auch wenn es schön ist, dass die letzten tage immer jemand bei mir war.

alle menschen, die ich bis jetzt hier getroffen habe und etwas kennen gelernt habe sind recht nett.

menschen kennen lernen ist irgendwie wie steine sammeln. bei manchen kann ich mich nach den ersten eindrücken nie entscheiden, ob ich sie mitnehmen soll, oder nicht. manche gefallen mir so gut, dass ich weiß, dass ich sie nie wieder hergeben werde. aber irgendwie nehme ich immer alle mit und weiß dann manchmal nicht, wohin mit den ganzen steinen.



Donnerstag, Februar 18

Dienstag, erster Tag in Gent





























heute nachmittag ist es mir gelungen, in den besitz einer studentenkaart zu kommen - endlich bin ich offiziell studentin an der ugent!

ich habe das land (inkl. schönen spaziergängen und wildgänsen, siehe photos) verlassen, und bin gespannt auf das, was die stadt zu bieten hat.